Marine Klimaforschung

International und interdisziplinär forschen

Die Forschungsgruppe „Marine Klimaforschung” ist ein internationales Team mit guter technischer Ausstattung. Im Rahmen der beiden Arbeitsgruppen Paläoozeanographie & Paläoklima sowie Paläöklimamodellierung vereinen die Mitarbeiter Expertise in Geologie, Geochemie, Geografie, Physik, Paläontologie und Modellierung zu einem multidisziplinär ausgerichteten Forschungsteam.

Das Team untersucht Klimaprozesse anhand mariner Proxydaten (Klimaanzeiger) und Klimamodellsimulationen und betätigt sich darüber hinaus in der Methodenentwicklung. Dabei arbeitet es eng mit anderen renommierten Institutionen zusammen und erhält Forschungsförderung aus nationalen und internationalen Programmen wie der Exzellenzinitiative der Bundesrepublik Deutschland, dem Sonderforschungsbereich-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Verbundforschungs-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung der Europäischen Kommission.

Die globale Umwelt systematisch erfassen:

Das Forschungsgebiet der Arbeitsgruppe umfasst insbesondere die Untersuchung von

  • biogenen und mineralischen Stoffkreisläufen im Ozean
  • Stoffflüssen zwischen Kontinenten, Ozean und Atmosphäre unter sich verändernden Klimazuständen
  • Rückwirkungen geänderter Stoffkreisläufe auf die Klimaentwicklung
     

Von der Vergangenheit bis in die Zukunft denken:

Zeitlich betrachtet die Arbeitsgruppe vorwiegend die Vergangenheit, jedoch stets im Hinblick auf vergleichbare Prozesse in der Gegenwart und deren Bedeutung für die Zukunft. Anhand ausgewählter Zeiträume aus den vergangenen vier Millionen Jahren untersucht sie, wie das Klimasystem funktioniert und welche Zustände und Wechselwirkungen in früheren Zeiten herrschten. Die Untersuchung von früheren Warmzeiten ermöglicht z.B. Vergleiche mit der heutigen Warmzeit und der zukünftig zu erwartenden Entwicklung. Prozesse werden auf Zeitskalen von einigen Monaten (z.B. jahreszeitliche Entwicklung des Phytoplanktons) über Jahre (z.B. Variation von El Nino-/ La Nina-Ereignissen) bis hin zu Jahrhunderten (z.B. atmosphärische CO2-Konzentrationen) und Jahrtausenden (Klimatrends) untersucht.